Nachruf Uibel

Veröffentlicht: 15.08.2020 -
Solinger Tageblatt Trauer

<p>Im Namen der Gesellschafterversammlung und des Aufsichtsrates der Wirtschaftsförderung Solingen GmbH &amp; Co. KG</p><p>Ulrich Uibel<br />20. 2. 1954 – 6. 8. 2020</p><p>Ulrich Uibel war seit Gründung der Gesellschaft im Jahre 1999 Mitglied des Aufsichtsrates der Wirtschaftsförderung Solingen GmbH und Co. KG.<br />Seinen Rat zu erhalten war stets eine großartige Bereicherung für die Arbeit der<br />Wirtschaftsförderung und für den Wirtschaftsstandort Solingen. Wir werden diesen<br />Rat, aber vor allem den Menschen Ulrich Uibel, sehr vermissen.<br />In aufrichtigem Gedenken</p><p>Tim-O. Kurzbach</p><p>Vorsitzender der Gesellschafterversammlung<br />der Wirtschaftsförderung Solingen GmbH &amp; Co. KG</p><p>Horst Gabriel</p><p>Vorsitzender des Aufsichtsrates<br />der Wirtschaftsförderung Solingen GmbH &amp; Co. KG</p>

Im Namen der Gesellschafterversammlung und des Aufsichtsrates der Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Ulrich Uibel
20. 2. 1954 – 6. 8. 2020

Ulrich Uibel war seit Gründung der Gesellschaft im Jahre 1999 Mitglied des Aufsichtsrates der Wirtschaftsförderung Solingen GmbH und Co. KG.
Seinen Rat zu erhalten war stets eine großartige Bereicherung für die Arbeit der
Wirtschaftsförderung und für den Wirtschaftsstandort Solingen. Wir werden diesen
Rat, aber vor allem den Menschen Ulrich Uibel, sehr vermissen.
In aufrichtigem Gedenken

Tim-O. Kurzbach

Vorsitzender der Gesellschafterversammlung
der Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Horst Gabriel

Vorsitzender des Aufsichtsrates
der Wirtschaftsförderung Solingen GmbH & Co. KG

Strand
<p>Ulrich Uibel<br />20. Februar 1954 - 6. August 2020<br />Rat und Verwaltung der Stadt Solingen trauern um Solingens ersten, vom Rat<br />gewählten, hauptamtlichen Oberbürgermeister. Das Amt bekleidete er von<br />1997 bis 1999, verantwortete in dieser Zeit den Umbau der Innenstadt zur<br />neuen Mitte und die Einrichtung des Gründer- und Technologiezentrums. Er<br />war Ratsmitglied der SPD seit 1981, langjähriger Fraktionsvorsitzender, seit<br />2015 nach einer Pause zurück im Rat, aktuell Vorsitzender des Finanz- und<br />stellvertretender Vorsitzender des Beteiligungsausschusses, darüber hinaus in<br />weiteren Positionen von Verwaltungs- und Aufsichtsräten, mit Vorstandsmandat<br />im Schlossbauverein.<br />Nach dem Abitur an der Schwertstraße und anschließendem Studium der Politikund Staatswissenschaft sammelte er Erfahrungen als Referent des Solinger SPDAbgeordneten im Bonner Bundestag und im Europa-Parlament. Auf dieser<br />Grundlage wurde er später in seiner Heimatstadt Solingen zum ausgewiesenen<br />Fachmann für Kommunalpolitik und zum gefragten Ratgeber und Gesprächspartner für alle, die im Rat und seinen Gremien, im Rathaus, in Vereinen und<br />Vereinigungen ihre Stadt gestalten wollten. Über Jahrzehnte nahm er in der<br />Politik unserer Stadt eine tragende Rolle wahr, in Ausübung seiner zahlreichen<br />Ämter, aber auch parteienübergreifend, als geschätzter und kenntnisreicher<br />Ratgeber. Er war ein Mensch, der lösungsorientiert und still vermitteln konnte,<br />mit kluger und überzeugender Argumentation, der sich von Vernunft leiten ließ,<br />von Redlichkeit und Respekt. Er hinterlässt eine große Lücke!<br />Möglichst viele für die Gestaltung ihrer Stadt zu begeistern, war ihm immer ein<br />Anliegen, weil er selbst davon begeistert war. Er hat es selbst einmal so formuliert: „Jeder kreative Geist in Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Kultur möge<br />sich aktiver an der Diskussion über die Zukunft unserer Stadt beteiligen.“<br />Im Gedächtnis der Klingenstadt Solingen gebührt Ulrich Uibel ein Ehrenplatz.<br />Tim-O. Kurzbach<br />Oberbürgermeister<br />der Klingenstadt Solingen<br />Eine offene Trauerfeier kann leider wegen der coronabedingten Einschränkungen nicht ausgerichtet<br />werden, ein Kreis vertrauter Weggefährtinnen und Weggefährten sowie geladener Gäste verabschiedet sich am 30. August von dem Verstorbenen. An Stelle ihm zugedachter Kränze und Blumen<br />bitten wir in seinem Sinne um eine Spende an die Gerd-Kaimer-Bürgerstiftung, Bankverbindung<br />DE 97 3425 01 6633 84.</p> <p>Tief bestürzt und voller Trauer müssen wir plötzlich Abschied nehmen von</p><p>Ulrich „Uli“ Uibel<br />Oberbürgermeister a. D.<br />* 20. Februar 1954</p><p>† 6. August 2020</p><p>Mit Ulrich Uibel verlieren wir viel zu früh eine der prägenden Persönlichkeiten der Solinger Politik in den<br />letzten Jahrzehnten, der weit über seine Partei hinaus hohes Ansehen genoss und durch seine Fähigkeit des<br />Ausgleichs viele gute Entwicklungen angestoßen und befördert hat. Als erster hauptamtlicher Oberbürgermeister Solingens lenkte er die Geschicke in Stadtrat und Verwaltung von 1997 bis 1999 direkt und ist<br />damit ein Teil der Geschichte unserer Heimatstadt geworden.<br />Uli Uibel, wie ihn alle mit einer ehrlichen Vertrautheit nannten, zählte unbestritten zu den klügsten und<br />kenntnisreichsten Köpfen unserer Stadt. Er war ein „homo politicus“, ein durch und durch politisch denkender Mensch, bei dem aus den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger sofort vernunftorientiertes politisches Handeln wurde. Seine wahrscheinlich größte Gabe war dabei das Wort. Die Kunst der – auch spontanen – Rede stand ihm zu Gebote wie kaum jemandem anderen. Gemeinsam mit seinem scharfen Verstand,<br />seinem enormen Wissen und seiner vermittelnden Art war er dadurch in der Lage, die unterschiedlichsten<br />Mentalitäten und Interessen sowie schwierigste juristische Vorgaben zusammenzuführen.<br />Nach Abitur und Studium kam Uli Uibel als Referent zum damaligen SPD-Abgeordneten im Bundestag<br />und später im Europaparlament. Seit 1981 war er im Rat, lange Zeit Fraktionsvorsitzender. Er saß in zahlreichen Ausschüssen, Gremien und Aufsichtsräten, zuletzt als Vorsitzender des Finanzausschusses.<br />Ihm war persönlich bewusst, wie bedeutend Chancengerechtigkeit und Bildung für die Gesellschaft sind. Er<br />hat diesen Kern sozialdemokratischer Politik gelebt. Gleichwohl hatte er aber auch einen klaren Blick dafür,<br />dass der verlässliche Sozialstaat neben Solidarität und Fürsorge auch auf einem soliden wirtschaftlichen<br />Fundament gründen muss. Verantwortungsvollem Unternehmertum die notwendigen Entwicklungschancen<br />zu eröffnen, sah er daher auch als kommunale Aufgabe. Er handelte danach, und dafür genoss Uli Uibel in<br />der Unternehmerschaft hohes Ansehen und Vertrauen. In den Gremien der Wirtschaftsförderung und unserer Stadt-Sparkasse war er bis zuletzt ein Motor für den Erfolg seiner Heimatstadt als Wirtschaftsstandort.<br />Sein großes persönliches Engagement galt aber seit vielen Jahren der guten und sicheren Zukunft von<br />Schloss Burg, eng verbunden mit der positiven Entwicklung des gesamten Stadtteils. Auch im Schlossbauverein setzte er seine besondere kommunikative Begabung ein, um wichtige Projekte wie die umfassende<br />Sanierung von Schloss und Museum voranzubringen. Nicht nur für Burg war er dabei ein ausgezeichneter<br />Botschafter Solingens in die Nachbarschaft: Die fruchtbare und vertrauensvolle bergische Zusammenarbeit<br />war ihm nicht nur Verpflichtung, sondern auch ehrliche Freude. So sind Trauer und Bestürzung in Remscheid und Wuppertal ebenso groß.<br />Uli Uibel freute sich darauf, für „sein“ Burg, Höhrath und Hästen am 13. September bei der Wahl zum<br />Stadtrat anzutreten. Mit dem Bau des neuen Hotels am Hauptbahnhof in Ohligs und den nunmehr erfolgreichen Plänen für das Omega-Gelände am Südpark wusste er zwei seiner großen Vermittlungsaufgaben der<br />letzten Monate auf einem guten Weg, und neue Herausforderungen warteten bereits. Als „seine“ Fraktion<br />und Partei werden wir diese nun in seinem Sinne angehen. Er wird uns dabei sehr fehlen. Als kenntnisreicher Ratgeber, als gewandter Vermittler – vor allem aber einfach als Uli.<br />Glück auf, Uli! Du bleibst immer bei uns.</p><p>Jo sef Neu m an n Md L<br />SPD-Unterbezirk</p><p>Ir is Pr eu ß - Bu chh o lz<br />SPD-Ratsfraktion</p>

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